Mittwoch, 4. Juli 2018

Finale, wir kommen!

Donnerstag, 28. Juni 2018, irgendwo in Sachsen: Eigentlich wollte sich Ronny Weis gerade in seinen verdienten Feierabend begeben, als auf einmal sein Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der DMSB, der Deutsche Motor Sport Bund, mit einem interessanten Anliegen. Martin Smolinski, einer der bekanntesten deutschen Speedway-Fahrer, könne verletzungsbedingt nicht am Halbfinale der Speedway-Paar-EM in Nagyhalasz teilnehmen – ob Ronny Weis diesen Platz einnehmen könnte. Das war natürlich eine sehr kurzfristige Anfrage – das Rennen würde immerhin bereits am 30. Juni 2018 stattfinden – aber auch eine sehr attraktive Gelegenheit. Kurz gesagt: Ronny Weis musste nicht lange nachdenken und sagte zu!

Sechs Gegner, sechs Läufe, eine Schock zum Start

Nach einer langen Fahrt vom sächsischen Meißen ins ungarische Nagyhalasz ging es pünktlich um 15:30 Uhr los. Da Ronny Weis die Strecke kannte, hatte er keine Schwierigkeiten, beim Kurztraining zuvor das optimale Setup zu finden, so dass er bestens vorbereitet war. Insgesamt sieben Paare aus Lettland, Deutschland, Ungarn, der Ukraine, Norwegen, der Slowakei und Finnland stellten sich der sportlichen Herausforderung. Ronny Weis und sein Partner Valentin Grobauer trafen im ersten ihrer sechs Läufe direkt auf die Favoriten aus Lettland. Nach dem Rennen sagte unser PRO-TEC-Fahrer resigniert: „Wir hatten absolut keine Chance. Die Letten haben uns gnadenlos auf Platz drei und vier verwiesen – da haben wir ordentlich auf die Mütze bekommen.“ Die Stimmung war danach natürlich etwas niedergeschlagen, aber Ronny Weis und Valentin Grobauer gaben nicht auf. In den nächsten vier Läufen gelang es ihnen, souverän zu punkten und sich zurückzukämpfen. „Wir haben gut zusammengearbeitet und uns behauptet – das war eine perfekte Teamleistung!

Die letzten Läufe entscheiden

Kurz vor Ende der Veranstaltung wendete sich der Mannschafts-Trainer Sascha Dörner mit dem Ergebnis einer Schnellanalyse an das deutsche Team. Die Punkteverteilung war tatsächlich so, dass ein Podestplatz in greifbarer Nähe lag. Dazu müsste es allerdings Ronny Weis und Valentin Grobauer gelingen, in den letzten beiden Läufen klar zu punkten. Die Gegner waren die starken Ukrainer und die engagierten Ungarn. „Um ehrlich zu sein, hatten wir keine großen Erwartungen, dass wir es wirklich schaffen würden, uns durchzusetzen, aber was soll ich sagen … es hat geklappt!“, sagte Ronny Weis stolz. Mit den Ergebnissen Platz 1 und 2 bzw. Platz 1 und 3 holte sich das deutsche Team die entscheidenden Punkte und landete auf dem zweiten Platz (hinter Lettland und vor der Ukraine). Damit qualifizierten sich Ronny Weis und Valentin Grobauer für das große Finale am 1. September 2018 im dänischen Broust!

Die bluechemGROUP gratuliert ganz herzlich zu diesem fantastischen Erfolg!